„Jede Mundart ist Volksmundart, heimlich und sicher, aber auch unbeholfen und unedel, dem bequemen Hauskleid, in welchem nicht ausgegangen wird, ähnlich. Im grunde sträubt sich die schämige Mundart wider das rauschende Papier, wird aber etwas in ihr aufgeschrieben, so kann es durch treuherzige Unschuld gefallen.“
Joseph Kehrein, Volkssprache und Wörterbuch von Nassau, Zitat aus dem Vorwort
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einer der virtuellen Heiligen, die bei großer Verblüffung angerufen werden. Die anderen sind der hl. Strohsack und das hl. Kanonenrohr. Die Anrufung höherer Wesen wird auf diese Weise vermieden, wenn auch nicht ganz ohne Blasphemie. Und wann haben diese Heiligen Namenstag? Na, am 01.11., da ist nämlich Allerheiligen. Da hat auch der einzige vierbeinige Heilige Namenstag, nämlich der Heilige Stuhl. – Solchen Humor wird man nur in traditionell katholischen Gegenden finden. Gläubigen Protestanten geht das zu weit, obwohl bei ihnen die Verehrung von Heiligen, und gar die des Papstsitzes, keine oder doch eine viel geringere Rolle spielt.
das, Pl. Spegdagelmenscher, a gelängt und betont, gew. für Frau, die lautstarke Auseinandersetzungen bevorzugt, gern Spektakel macht.
die, kein Pl., ai betont, gew. für Scheitel; schrspr. Läuse-allee.