„Jede Mundart ist Volksmundart, heimlich und sicher, aber auch unbeholfen und unedel, dem bequemen Hauskleid, in welchem nicht ausgegangen wird, ähnlich. Im grunde sträubt sich die schämige Mundart wider das rauschende Papier, wird aber etwas in ihr aufgeschrieben, so kann es durch treuherzige Unschuld gefallen.“
Joseph Kehrein, Volkssprache und Wörterbuch von Nassau, Zitat aus dem Vorwort
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Spottname, verhüllend für Hosenscheißer.
der, Pl. gleich, i kurz und betont, nicht mehr allg. verstanden für großes Kopfkissen, zweischläfriges Kopfkissen, Paradekissen, Federbett. In einer Mainzer Quartierverordnung vom Oktober 1792 heißt es: Betten, bestehend aus einem Unterbett, oder Matraz, zwei Kopfkissen oder einem Pülfen. Das Dialektwort gehört in die Verwandtschaft von Pfühl, die bis englisch pillow: Kissen reicht. Lat. pulvinus: Polster, mhd. phülwe: Federkissen.
geknorrt, o kurz und betont, gew. für widersprechen, nicht folgsam sein. Dem gebb ich for’s Knorrn ist die ärgerliche Reaktion auf solches Verhalten; schrspr. knurren.