„Jede Mundart ist Volksmundart, heimlich und sicher, aber auch unbeholfen und unedel, dem bequemen Hauskleid, in welchem nicht ausgegangen wird, ähnlich. Im grunde sträubt sich die schämige Mundart wider das rauschende Papier, wird aber etwas in ihr aufgeschrieben, so kann es durch treuherzige Unschuld gefallen.“
Joseph Kehrein, Volkssprache und Wörterbuch von Nassau, Zitat aus dem Vorwort
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die, Pl. Weschbrigge, auch Weschbriggelche, e kurz und betont, Wort mit der Einrichtung schwindend für breiten, am Rheinufer fest verankerten Ponton mit flachem Boden und niedrigem Mittelbord, der über einen Steg zum erhöhten Bug oder Heck zugänglich war und in der Mitte eine offene Wasserrinne hatte. Zu Seiten dieser Rinne und an den Bordkanten der Längsseiten waren Waschbretter angebracht. Als kommunale Einrichtungen dienten diese Waschbrücken derAllgemeinheit. Jede Hausfrau konnte sie kostenlos zum Waschen benutzen. Im Juni 1964 übernahm die DLRG Biebrich-Amöneburg das Kasteler Weschbriggelche. Viele Jahre lang waren sie so charakteristisch für das Rheinufer, dass die Enzyklopaedia Britannica zur Bebilderung des Abschnitts Mainz ein Ufermotiv mit Wäschbrücke wählte. Sie waren aber keineswegs Einrichtungen, die man nur am Rheinufer treffen konnte. Friedrich Hebbel fielen solche Wäschepontons 1843 am Seineufer in Paris auf. Auch in Straßburg und in Würzburg (Veitshöchheim) sind sie zu finden gewesen. Kapitän vun de Weschbrick war ein Spottname für private Motorbootfahrer und Segler, die sich besonders schiffig und eitel herausgeputzt hatten.
der, Pl. gleich, u lang und betont, auch Schuhbennel, allg. für Schnürsenkel; vgl. Bennel.
der, ohne Pl., kurze Vokale, u betont, gew. für 1. Tabak; 2. Strafe, Schelte, Schläge. Wann de haam kimmst, kriehsde dein Tubback; Sein Vadder hot-en vertubbackt.