„Jede Mundart ist Volksmundart, heimlich und sicher, aber auch unbeholfen und unedel, dem bequemen Hauskleid, in welchem nicht ausgegangen wird, ähnlich. Im grunde sträubt sich die schämige Mundart wider das rauschende Papier, wird aber etwas in ihr aufgeschrieben, so kann es durch treuherzige Unschuld gefallen.“
Joseph Kehrein, Volkssprache und Wörterbuch von Nassau, Zitat aus dem Vorwort
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kurze Vokale, o betont, familiär als Ausdruck der Abweisung. Etwa im Sinne von: Erst wenn wir morgen backen, werden Wünsche erfüllt, z.B. das Kind, das sich eben vom Vater en Schoggelgaul odder meintsweje e Playstation gewünscht hat, muss abwarten, ob es irgendwann eine(n) gebacken kriegt.
gepliggt, i kurz und betont, gewöhnlich für kratzen, besonders an Poche oder verschorften Wunden. Schrspr. pflücken; vgl. knibbele, piddele.
die, Pl. Krabbe, a kurz und betont, allg. für 1. Haken als Gegenstück zur Öse. Krabb und Schlink: Haken und Öse. Der Reißverschluss drängt Anwendung und Wort zurück. Ahd. krapfo, mhd. krap(f)e: Haken, gebogene Klaue, Kralle; ital. grappa: Klammer, Kralle, frz. grappin: Enterhaken. Verwandt mit Krapfen und Kräppel, vgl. Krebbel.
2. streitsüchtige Person oder Kind, abgeleitet von Krabbe.